Man erzählt, dass das richtige Zentrum der Hauptstadt Sofia zwischen den beiden Flüssen Wladajska und Perlowska liegen sollte. Die zwei Brücken: Lawow most (Löwen-Brücke) und Orlow most (Adler Brücke) bilden die Grenzen. Die Brücken sind leicht erkennbar, da sie mit Löwen bzw. Adlern versehen worden sind. Wenn man vom Flughafen in die Stadt kommt, muss man die Orlow most überqueren und geradeaus fahren. Links ist der Park mit dem Denkmal der Sowjetischen Armee zu sehen, das erhalten geblieben ist. Der Park ist ein beliebter Treffpunkt für Inlineskater.

Rechts folgt die Sofioter Universität Kliment Ochridski, die 1888 errichtet worden ist. Die gelben Pflastersteine führen an dem Parlament und dem Radisson Hotel Sofia vorbei. Biegt man am Hotel nach links, betritt man die Schischman Straße, geht man geradeaus den Russki Bouleward.

Und wenn man am Parlament nach rechts biegt, erreicht man die Alexander-Newski-Kathedrale. Eine ganz beeindrückende Sehenswürdigkeit der Hauptstadt Sofia. Ihre goldenen Kuppeln glänzen im Sonnenschein und locken zu einem Besuch. In der Krypta sind viele Alabaster- und Marmorschätze sowie eine umfangreiche Ikonensammlung zu besichtigen.

Auf dem Platz befindet sich auch die Kirche Sweta Sofia (Heilige Sofia), der zum Wahrzeichen der Stadt wurde. In Richtung Rakowski Straße ist ein Flohmarkt gelegen, wo man verschiedene alte Sachen, verbunden mit der Geschichte Bulgariens, kaufen kann.

Durchquert man die Rakowski Straße, betritt man die Moskowska Straße. In der Mitte einer Parkanlage befindet sich das ehemalige Schloss des Zaren Boris III. Geht man die Treppen hinunter, erreicht man wieder den Russki Bouleward und den Platz Battenberg. In den sozialistischen Zeiten hieß der Platz 9. September, nach der Wende wurde er umbenannt. Hier fanden 45 Jahre lang Demonstrationen der kommunistischen Regierung statt, die Macht und Kraft zeigen sollten. Die Sofioter Bevölkerung wurde gezwungen dreimal im Jahr – am 1. Mai, am 24. Mai (vor allem die Schüler) und am 9. September den Machthabenden die Ehre zu erweisen.

Hier befand sich auch das Mausoleum Georgi Dimitrow, das 1999 zerstört wurde. An seiner Stelle finden heute Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Dort ist auch eine schöne grüne Parkanlage gelegen, wo verschiedene kleine Lokaes etwas zum Erfrischen anbieten. Setzt man sich dorthin, oder auf die Bänke im Park, sollte man nicht den Anblick des Nationaltheaters Iwan Wasow verpassen. Das monumentale Gebäude, benannt nach dem großen bulgarischen Schriftsteller, unterhält seit mehr als 100 Jahre die Theater-Fans der Stadt und von ganz Bulgarien. Auf seiner Bühne werden Theaterstücke aufgeführt, die einmalig und unvergesslich sind.

Vor dem Theater wird im Winter eine Schlittschuhbahn angelegt und wenn es warm ist, treffen hier viele Menschen zusammen. Einige spielen Schach, andere sitzen nur so in der Sonne oder unterhalten sich mit Freunden. An einem Rand des Parks spielen Straßenmusikanten.

Von hier an könnte man rechts vom Theater den Platz Slawejkow erreichen oder seinen Weg weiter zum Präsidentenhaus und dem Brunnen davor gehen. Der Weg führt an der Bulgarischen Volksbank und dem Nationalen Archäologischen Museum vorbei. Die gelben Pflastersteine enden bei der Kirche Sweta Nedelja und dem Sheraton Sofia Hotel Balkan. Rechts gerät man auf die Maria Luisa Staße, die zu Lawow most (Löwen-Brücke) und dem Zentralbahnhof führt. Links geht man an dem Sofioter Stadtgericht vorbei und betritt die Witoscha Straße, die eigentliche Handelsstraße in Sofia, die zu dem Nationalen Kulturpalast (NDK) führt.