Eine U-Bahn in Sofia ist ein alter Traum der Sofioter, der bald in Erfüllung gehen wird. Die ersten Untersuchungen und Bauentwürfe in dieser Hinsicht datieren vom Ende der 60er Jahre. Die erste Strecke der U-Bahn wurde jedoch erst 1998 in Betrieb gesetzt. Von nun an konnten die Einwohner von den Stadtvierteln Ljulin und Obelja das Zentrum in weniger als 10 Minuten erreichen. Das ist ein großer Vorteil für die im Westen der Stadt gelegenen Bezirken. Viele Einwohner nutzen die U-Bahn, die hier Metro genannt wird, um ins Stadtzentrum zu fahren, dann gehen sie zu Fuß, falls sie nicht ein fernes Reiseziel haben. Ohne die U-Bahn müssten sie mindestens 2 Verkehrsmittel benutzen, was mehr Kosten bedeutet.

Natürlich würde der Neubau der U-Bahn noch mehrere Vorteile bringen. 2009 soll die U-Bahn bis zu dem Stadtviertel Mladost ausgeweitet werden. Eine Fahrt von Ljulin bis Mladost dauert zur Zeit mindestens 1 Stunde, sowohl auf den Umgehungsweg, als auch durch das Zentrum der Stadt. In diesem Bezug wird der Neubau viel Zeit und Geld den Einwohner von Sofia sparen, die in einem Stadtteil wohnen und im anderen arbeiten. Auch die Probleme mit dem Stau könnten damit beseitigt werden.

2010 bis 2013 soll der Bau im Süden und Norden der Stadt planmäßig beendet werden. Damit würden die Einwohner der Stadtviertel Nadezhda und Druzhba ein günstiges Verkehrsmittel bekommen. Der Flughafen ist auch in das Verkehrs-Projekt einbezogen. Leute aus diesen Bezirken benutzen zur Zeit kaum oder überhaupt nicht die U-Bahn und sind gezwungen, andere Transportmöglichkeiten zu wählen.

Den Menschen, denen aber die U-Bahn zur Verfügung steht, sind sehr stolz darauf. Das ist wirklich eine Einrichtung, die nicht nur Zeit und Geld spart, sondern auch Nerven und Stress. „Unten“ fühlt man sich wohl und sicher, da alles so sauber und instand gehalten wird. Fahrgäste ohne Fahrkarten erhalten hier keinen Zugang, was sonst in anderen Verkehrsmitteln geschehen könnte. Diese Tatsache ist ein zusätzlicher Beitrag zu der Ruhe und Sicherheit, die in der U-Bahn herrscht. Selbstverständlich lässt sich das Gedränge in der Hauptverkehrszeit nicht vermeiden, aber für eine kurze Dauer kann es jeder aushalten.